Warum die Gründung Deines Modeunternehmens mehr kostet als Du denkst

Warum die Gründung Deines Modeunternehmens mehr kostet als Du denkst

Start smart war Deine Devise, als Du Dein Modelabel gegründet hast und warst davon überzeugt, lieber Deinen Kopf einzusetzen, als zu viel Eigenkapital? Hast Du die ersten Produkte einfach so genäht und dann auf Etsy, Amazon, Ebay oder einem Designmarkt verkauft?

 

Fakt ist, wenn Du von Deinem Unternehmen leben möchtest und Dir gegebenenfalls sogar ein kleines Team aufbauen willst, musst Du andere Vertriebskanäle, wie einen eigenen Onlineshop, ein stationäres Geschäft und vor allem den Einzelhandel nutzen.

 

Wachstum bedeutet auch, dass der Kapitalbedarf Deines Modelabels steigt

 

Warum sind Unternehmen wie Liebeskind, About you, Fashionette oder Morotai in verhältnismäßig kurzer Zeit zu einer beachtlichen Unternehmensgröße angewachsen? Die Antwort ist denkbar einfach und gleichzeitig nicht so simpel, wie es im ersten Augenblick scheint: Kapital und Knowhow machen aus einem kleinen Startup, richtig eingesetzt, ein konkurrenzfähiges Modeunternehmen.

Möglich, dass es Dir auf den ersten Blick schwer fällt, die Notwendigkeit für mehr finanzielle Mittel zu sehen. Es gibt ein paar klare Gründe, die für den Einsatz von deutlich mehr Kapital sprechen, als es das durchschnittliche Kleinunternehmen zur Verfügung hat:

 

Es kostet Geld, die Sichtbarkeit Deines Modelabels online schneller deutlich zu erhöhen. Ohne die notwendigen Invests in Onlinemarketing, also zum Beispiel Facebook und Instagram Ads, dauert der inzwischen überlebensnotwendige Community Aufbau viel, viel länger. Mit bezahlten Kampagnen kannst Du Deine Zielgruppe schneller auf Dein Modelabel aufmerksam machen. Umso wichtiger ist der finanzielle Einsatz natürlich, wenn Du einen Onlineshop als Deinen Hauptvertriebskanal wählst.

 

Auch der textile Einzelhandel ist eine der wichtigen Säulen, auf denen der Erfolg eines Modeunternehmens fußt. Das bedeutet, dass Du professionelle Händler als Verkaufspunkte gewinnen musst. Händlerakquise kann mitunter sehr langwierig und kostenintensiv sein. Es hilft, wenn Du regelmässig einen Messestand auf einer Modemesse beziehst und diesen professionell vorbereitest (wie Du das machst, erfährst Du hier).

 

Nicht zuletzt musst Du Warenbestände für Deinen Onlineshop und Deine Händler vorhalten, damit Du rechtzeitig ausliefern kannst. Zusätzlich ergeben sich immer wieder Zahlungsschwierigkeiten beim wirtschaftlich teils gebeutelten Einzelhandel.

 

Und selbst wenn Du super smart vorgehst brauchst Du mehr Kapital: Knowhow kostet.

 

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Du in den ersten Jahren nicht nur Kapital, sondern auch Knowhow für Dein Modeunternehmen akquirieren willst, lohnt es sich, einen Blick in die Riege passender Business Angel zu werfen, die nicht nur mit Kapital aufwarten.

 

Ein Modeunternehmen benötigt in den ersten drei Jahren zwischen 250.000-750.000 €, je nachdem ob Du verschiedene Größen anbietest oder One Size Produkte (z.B. Taschen) vorhältst. Fest steht auch: Je nachdem wie schnell Dein Unternehmen wachsen soll, desto eher braucht es zusätzliches Kapital.

 

Doch der aus meiner Sicht allerwichtigste Faktor, der für eine Finanzierung durch einen Kapitalgeber spricht, ist Schnelligkeit. Große Konzerne mit hohem Modeanspruch durchforsten das world wide web und internationale Stores, um Produkte zu finden, die sich zu Trendpieces entwickeln. Hast Du ein Produkt, von dem Du überzeugt bist, dass es jetzt auf den Markt gehört? Dann gib Gas. Der richtige Weg lautet hier nicht mauern und niemandem von der Idee erzählen, sondern Gas geben und Dich als Anbieter Deines unverwechselbaren Produktes in Szene zu setzen.
Das gilt nicht nur für einzelne Produkte, sondern auch Bereiche, bei denen wir davon ausgehen können, dass sich das Marktpotenzial erst noch entfalten wird. So zum Beispiel Nachhaltigkeit. Schnapp Dir also Deine Produkte und leg los, den Markt zu erobern.

 

Hast Du meinen Artikel bis hierhin gelesen und fragst Dich, zusätzliches Kapital gut und schön, hätte ich gerne, aber wie komme ich da dran? Mode hat neben Tech Startups sowieso keine Chance? Ich habe gute Neuigkeiten: Schon vor einigen Jahren habe ich entdeckt, dass Investoren an Modeunternehmen interessiert sind und es sogar Branchengrößen gibt, die sich privat als Business Angel bei neuen Konzepten engagieren oder engagieren möchten. Deshalb gibt es im November ein Speeddating für Dein Modeunternehmen und dessen potenziellen Kapitalgeber. Es werden maximal je 10 Teilnehmer, der Veranstaltungsrahmen ist also beschaulich und exklusiv. Ich unterstütze Dich vorher bei der Konzepterstellung und bringe Dich mit passenden Partnern zusammen. Veranstaltungsrahmen ist ein private Dinner in meiner absoluten Lieblingslokation in Frankfurt.

 

Neugierig geworden? Hier findest Du alle Details. Schreib mir gerne eine Email an jb@mode-unternehmen.de, wenn Du teilnehmen willst oder Dir noch unsicher bist, ob sich Dein Label dazu eignet.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.