10 Gründe warum Ihr Modelabel garantiert scheitert

10 Gründe warum Ihr Modelabel garantiert scheitert

Wenn Sie Blogs besuchen, geht es Ihnen vielleicht wie uns: Sie wollen sich von den Geschichten anderer Gründer, Unternehmer und Experten inspirieren lassen und aus deren Erfahrungen lernen.

Viele Wege führen nach Rom, dennoch gibt es einige Kardinalfehler, die Sie besser nicht machen sollten, wenn Sie erfolgreich mit Ihrem Modelabel durchstarten möchten. Um Ihnen das eine oder andere zu ersparen, haben wir unsere wichtigsten Learnings und Erfahrungen für Sie zusammengetragen. Lust, aus unseren Fehltritten zu lernen und es besser zu machen? Los geht’s!

 

Vermeiden Sie diese 10 Fehler für ein erfolgreiches Modelabel

 

1. Keinen Fokus haben

Ja, wir kennen das nur zu gut, wie wahrscheinlich jeder Selbstständige: Tausend Ideen, mehrere Projekte und je weiter die Zeit fortschreitet, desto mehr Kooperationsanfragen trudeln ein. Um einen klaren Kopf zu behalten und fokussiert an der Sache zu bleiben, sollten Sie einen Überblick über Ihre Situation schaffen: Hilft Ihnen das was Sie wollen dabei, Ihre persönlichen Meilensteine zu erreichen? Überprüfen Sie das regelmäßig, haben Sie gute Chancen, irgendwann Ihr übergeordnetes Ziel zu erreichen.  Am besten Sie fragen sich bei jeder Idee und Anfrage, was es Ihnen bringt, das umzusetzen und inwieweit es mit Ihrer Zielerreichung in Verbindung steht. Es gibt wahrscheinlich nichts, was Ihnen mehr von Deinem Erfolg abhält.

 

2. Keinen Fokus auf den Vertrieb Ihrer Mode legen

Und damit kommen wir zum nächsten Punkt: Eine Sache, die Ihnen nicht und niemals außer Acht lassen sollten, ist der Kunde. Es gibt ganze Bücher zum Thema „den Kunden in den Mittelpunkt stellen“, die wichtigste Essenz in diesem Kontext: Fragen Sie selbst bei jeder Produktentwicklung, bei jeder Marketingaktion und jedem neuen Verkaufspunkt: Spricht das meinen Kunden an?

Wichtig ist, dass Sie dazu Ihren Kunden bildlich vor Augen haben und wissen, was er in seinem Leben so macht. Falls Sie das noch nicht wissen, lesen Sie am besten diesen Artikel, wie Sie eine sogenannte Persona erstellen.

Wenn Sie keinen Fokus auf den Vertrieb legen, verkaufen Sie nichts, wenn Sie nichts verkaufen, können Sie Ihr Label kurzfristig schließen. Klingt einfach, ist es auch. Investieren Sie Zeit und Sie sehen, es macht sich bezahlt. Keine Ahnung, wie Sie es angehen sollen? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Artikel, wie Ihre Produkte zum richtigen Kunden kommen.

 

3. Falsche Preise bzw. falsche Preiskalkulation

Noch so ein Kardinalsfehler. Wenn Sie Ihren Betrieb von Ihrer Marge nicht finanzieren können, wird das auch leider auf Dauer nix. Am besten, Sie beschäftigen sich damit, was Ihr passendes Preissegment ist, wie die Preise sind und wie Sie diese Preise realisieren. Nur weil Ihre Kosten 200 € pro T-Shirt betragen, zahlt das noch lange kein Kunde ;-). Brauchen Sie Hilfe? Dann schreiben Sie uns gerne eine Email an: jb@mode-unternehmen.de.

 

4. Unprofessionelle und/oder langsame Verkaufsabwicklung

Egal, ob Sie über einen Onlineshop oder über Händler verkaufen: Anfragen sollten zeitnah beantwortet werden, denn wenn Sie zwei Wochen nichts von sich hören lassen, wird das Verkaufsinteresse wahrscheinlich auch ziemlich gering sein. Wenn Sie gerade im Urlaub sind, hilft eine Abwesenheitsnotiz;-).

Alles, was den Verkaufsprozess an sich betrifft, sollten Sie soweit wie möglich automatisieren. Dazu gibt’s demnächst hier bei uns noch mehr zu lesen.

 

5. Zu viele Kollektionsteile

Kleidung, Accessoires, Schuhe – unabhängig davon, welche Produktgruppe Sie auf den Markt bringen, eins ist jedoch sicher: Bitte machen Sie nicht den Fehler und bringen 120 Teile in der ersten Saison auf den Markt. Besonders bei Accessoires und Schuhen hat sich in den letzten Saisons gezeigt, wie erfolgreich Labels mit 2-5 Produkten in der ersten Saison sein können. Allen voran Mansur Gavriel. Gegen mehrere Variationen in Farbe oder Größe spricht ja nichts.

Aber auch in der Mode können Sie mit einigen gut gemachten Produkten eine sehr gute Positionierung erreichen.

 

6. Alles selber nähen

Wollen Sie ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen, dass viele Produkte verkauft? In diesem Falle brauchen Sie Ihre Kapazitäten dafür, erfolgreiche Produkte zu entwickeln (meint Design, Passform, Funktionen und so weiter), die Strategie weiterzuentwickeln, Kunden zu gewinnen und so weiter. Ihr Ziel sollte es nicht sein, die Nächte durchzunähen;-). Abgesehen davon, ist es auch deutlich günstiger als Ihr Unternehmerlohn, wenn Sie das Nähen abgeben. Dann haben Sie mehr Zeit, Ihr Unternehmen erfolgreich zu machen.

 

7. Nicht wirtschaften

Das können Sie sich aus dem privaten Bereich abschauen: Genauso wie Sie am Monatsanfang als Angestellter einen Lohn beziehen, sollten Sie als Gründer Ihr Budget im Blick haben. Welche Ausgaben müssen Sie, wann tätigen? Was kann warten, und was ist unabdinglich?

Im Startup Jargon gibt es dazu noch einen schlauen Hinweis: Liquidität vor Rentablität. Will sagen, dass Sie darauf achten sollten, dass Sie flüssige Geldmittel zur Verfügung haben und Rechnungen zeitnah bezahlen können. Das heißt auch, dass man ggf. mal Projekte umsetzt, die nicht unbedingt die größte Marge bringen, d.h. woran man nicht unbedingt viel verdient, dafür das Geld aber stets flüssig hat. Das hilft Ihnen dabei, handlungsfähig zu bleiben und die nächsten Schritte zu planen. Sorgen Sie nur dafür, dass nicht Ihre gesamten Kapazitäten gebunden werden.

 

8. Schlechtes Selbstmanagement

Das versaut einem wohl jeden Job. Es gibt viele Bücher und Blogs, die sich mit dem Thema beschäftigen. Hier aus unserer Sicht die relevanteste Essenz: Es ist alles ein Prozess. Sie werden nicht morgen top organisiert sein – quasi über Nacht geht das nicht. Sie müssen verschiedene Systeme ausprobieren, was für Sie gut funktioniert – digital oder Papier, App oder Excel, realistisch oder ambitioniert. Es kommt unter anderem darauf an, was Sie motiviert. Einer unserer Lieblingsblogs über das Thema Selbstmanagement kommt von Lars Bobach.

 

9. Fehlende Motivation

Und apropos Motivation: Auch das ist wohl ein jobübergreifendes K.O.-Kriterium: Wenn Sie eigentlich gar keinen Bock haben. Sie quälen sich jeden Tag nur noch aus dem Bett und haben eigentlich gar keine Lust und Energie mehr für Ihr Label? Dann sollten Sie sich auch im größten Stress ein paar Stunden freischaufeln und rausfahren. Im Grünen, in der Sauna oder im lebhaften Straßencafé können Sie Ihre Gedanken sortieren und folgende Fragen ehrlich beantworten: Wollen Sie das was Sie gerade machen noch? Müssen Sie etwas verändern, um sich wieder wohl zu fühlen? Was sind die größten Unmutsstifter zurzeit? Sind Sie schlecht organisiert und verpassen jede Deadline?

Wenn Sie sich gar nicht mehr wohlfühlen, sollten Sie sich überlegen, wie Sie Ihr Label beenden können.

 

10. Keine Zielsetzung

Uh, auch nicht gut. Ohne Ziel irrt man lustig umher. Gut verdeutlichen lässt es sich nochmal an dieser Visualisierung: Wenn Sie auf dem offenen Meer sind, was sozusagen Ihre Tätigkeit für Ihr Label darstellt, sollten Sie ein Ziel haben, damit Sie wissen, wohin Sie segeln. Das hilft Ihnen auch in Zeiten von höherer Gewalt, was in unserem Beispiel Branche, Markt und andere Unwegbarkeiten sind, auf die Sie nur bedingt Einfluss haben, nicht die Richtung zu verlieren. Wenn Sie ein Ziel mit verschiedenen Meilensteinen haben, die Sie auf dem Weg zum Ziel ansteuern, wird es Ihnen leichter fallen, erfolgreich zu sein. Erst wenn Sie Ihr Ziel kennen, wissen Sie auch überhaupt, was Ihr Erfolg für Sie bedeutet.

Welche Stolpersteine haben Sie bisher erfolgreich umgehen können? Berichten Sie uns doch in den Kommentaren davon.

 

Photo by Annie Spratt on Unsplash

 

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